” The Bloodbath of Lemberg” by Moritz Grünbart, March 1960, Der Spiegel.
A witness account of the alleged invasion of Lemberg by German troops in 1941, revealing in detail who actually perpetrated the massacre of Jews, Poles and Russians there.

Noch bevor der Ehrenrot der Christdemokraten zu seiner ersten Sitzung zusammengetreten ist, um zu prüfen, Inwieweit Bundesminister Theodor Oberländer und seine Soldaten vom Ukrainer-Bataillon »Nachtigall« in die Lemberger Morde vom Juni/Juli 1941 verwickelt sind, meldet sich ein neuer Zeuge zu Wort Moritz Grünbart schildert in seinem Bericht die Greuel, die von deutschuniformierten Ukrainern im Laufe der ersten Kriegstage in Lemberg verübt wurden. Nach Aussage von Oberländer war das Bataillon »Nachtigall« zu jener Zeit die einzige deutschuniformierte Ausländertruppe in Lemberg. Zeugenaussagen, wonach seine Soldaten in der Ukrainer-Stadt Morde verübt hatten, hat Oberländer bisher stereotyp bestritten »Ich bin in Lemberg dauernd unterwegs gewesen und kann sagen, daß in Lemberg von Nachtigall in diesen Tagen kein einziger Schuß gefallen ist.«

Im Frühjahr 1941 saß ich als sowjetischer Häftling im Brigittka-Gefängnis in Lemberg. Dort hätte ich den Krieg aushalten können. Gewiß, es gab nicht viel mehr als Wasser und Brot, aber man hatte nicht ständig den Tod vor Augen wie im Getto von Kielce, wo meine Eltern und meine sechs Brüder geblieben waren. Ich war ein junger Mann und wollte leben. Da war es besser, »als deutscher Spion« bei den Russen gefangen zu sein statt als Jude unter deutscher Herrschaft im Getto. Meine Mitgefangenen waren Polen, Ukrainer, Russen und Juden, von denen die meisten Zionisten waren.

 

Quellen

DAS BLUTBAD VON LEMBERG – Ein Erlebnisbericht von Moritz Grünbart – DER SPIEGEL

Mass Murders in Lemberg, June/July 1941
Elisabeth Boeckl-Klamper

More than 3,000 Jews were murdered within a few days of the capture of Lviv (Galicia) by the German Wehrmacht on 30 June 1941 by Ukrainian militias and Einsatzgruppe C, but also by Ukrainian civilians.